Funktionsweise von Brandmelder und Gasmelder

Schauen wir uns verschiedene Rauch- und Gasmelder genauer an, merken wir sofort, dass sie sich im Innern kaum voneinander unterscheiden – es sei denn, wir legen einen optischen Rauchmelder neben einem sogenannten Ionisationsrauchmelder.

Die Unterschiede dieser beiden Rauch- und Gasmelder machen wir im Wesentlichen in ihren jeweiligen Funktionsweisen aus. So setzt der optische Rauchmelder auf Lichtsensoren während beim Ionisationsrauchmelder radioaktive Strahler zum Einsatz kommen.

Optischer Rauchmelder

Im Handel haben wir es in den meisten Fällen mit einem optischen bzw. photoelektrischen Rauchmelder zu tun. Dessen Innenleben arbeitet mit einem Lichtsensor, der ständig ein optisches Signal sendet. Im Normalfall sollte dieses Signal nicht auf den Empfänger treffen, sondern erst in dem Moment, wenn ein Brand unser Leben sowie unser Hab und Gut bedroht.

Die im Rauch befindenden Partikel reflektieren den Lichtimpuls und lenken auf diese Weise das optische Signal auf den Empfänger. Was danach folgt ist die Aktivierung des Alarms, der in der Regel mindestens 85 Dezibel laut sein sollte. Das ist in etwa der Lärm, den eine Schlagbohrmaschine verursacht und der uns mit Sicherheit aus dem Schlaf reißen wird.

Für diejenigen, die sich davon nicht stören lassen, haben die Rauch- und Gasmelder auch ein Warnlichtsignal parat, das sich erst wieder ausschaltet, wenn keine Gefahr für Leib und Leben mehr besteht.

Ionisationsrauchmelder

Ionisationsrauchmelder arbeiten, wie oben bereits erwähnt, mit einem radioaktiven Strahler, der in der Lage ist, kaum reflektierende Rauchpartikel zu erkennen. Im Normalzustand erzeugen die Alphastrahlen des radioaktiven Strahlers in der Luft Ionen. Diese sorgen dafür, dass zwischen zwei geladenen Metallplatten kontinuierlich Strom fließt.

Gelangt Rauch zwischen die Metallplatten, fangen die Rauchpartikel einen Teil der Ionen durch elektrostatische Anziehung ein. Dadurch kommt es zu einer Verringerung der Leitfähigkeit der Luft. Die Folge: Der Stromfluss zwischen den Metallplatten verringert sich und der Ionisationsrauchmelder schlägt Alarm.

Sollte ich mir einen optischen Rauchmelder oder einen Ionisationsrauchmelder anschaffen?

Für den gängigen Gebrauch, z.B. in Schlaf- und Kinderzimmern, empfehlen wir den optischen Rauchmelder. Diese sind besonders bei Schwefelbränden geeignet, die sowohl in Privathaushalten als auch in der Industrie am häufigsten auftreten. Ionisationsrauchmelder zeichnen sich insbesondere durch ihre Rauchpartikel-Empfindlichkeit aus. Allerdings werden diese hauptsächlich in Sonderfällen eingesetzt, zumal die Auflagen insbesondere im EU-Raum sehr streng sind.

Warum der optische Rauchmelder einem Ionisationsrauchmelder vorzuziehen ist

Wer nun denkt, sich trotz unserer Empfehlung einen Ionisationsrauchmelder anzuschaffen, der sollte folgendes Wissen: Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch und vorgeschriebener Entsorgung gelten sie zwar als ungefährlich, dennoch sollten sie lieber nicht in Kinderhände gelangen. Und auch Schwangere sollten sich besser von ihnen fernhalten. Ein weiterer Nachteil macht sich außerdem nach einem Brandfall bemerkbar. Ist die Feuerwehr abgezogen, geht für uns die Suche nach der Nadel im Heuhaufen los, d.h. wir müssen jeden einzelnen Ionisationsrauchmelder einsammeln.

Leider sind sie besonders im Brandschutt nicht immer leicht aufzufinden. Selbst mithilfe eines Geigerzählers werden wir sie nicht aufspüren, sollten sie unter einer Schicht von nur wenigen Zentimetern liegen. Geht auch nur ein einziger von ihnen verloren, müssen wir den Brandschutt als Sondermüll behandeln und diesen entsprechend entsorgen, was wiederum erhebliche Mehrkosten nach sich zieht. Bei optischen Rauchmeldern haben wir dieses Problem nicht.