Kaufmerkmale / Wahl des richtigen Rauch- und Gasmelders

Wir haben beschlossen, uns für unser Heim ein paar Rauch- und Gasmelder zuzulegen und dadurch für mehr Sicherheit zu sorgen. Doch inzwischen steht uns im Handel eine breite Palette verschiedener Modelle zur Auswahl. Angesichts dessen stellt sich bei uns, gerade unter Laien, die Frage: Worauf kommt es beim Kauf an?

Sicherheit hat ihren Preis

Eines können wir Ihnen schon jetzt vorwegnehmen: Die Preis ist das Letzte, was uns interessieren sollte. Gute Rauch- und Gasmelder werden wir niemals beim Discounter finden. Genauso wenig werden wir dort eine qualifizierte Fachkraft antreffen, die uns Rede und Antwort steht.

Der Alarm-Ton

Mindestens 85 dB(A) sollte der Alarm des Rauch- und Gasmelders erreichen. Das ist in etwa die Lautstärke einer Schlagbohrmaschine. Es darf natürlich auch gerne etwas mehr sein. Weniger ist nicht zu empfehlen. Und ob unsere Nachbarn sich nachher über den Lärm aufregen, darüber können wir uns zu einem späteren Zeitpunkt Gedanken machen, nachdem wir klar gemacht haben, dass unsere Lieben sich bester Gesundheit erfreuen. Auf alle Fälle sollte der Alarm-Ton so laut sein, dass wir sofort davon wach werden. Immerhin geschehen etwa zwei Drittel der Brände zur späten Stunde, wenn wir schlafen.

Batterien und Warnsignal

Auch für Rauch- und Gasmelder gilt: Ohne Strom läuft gar nichts. Diesen erhalten sie von Batterien, die im Durchschnitt ein bis drei Jahre halten, bevor sie reif für die Entsorgung werden. Damit wir den Batterie-Wechsel nicht vergessen, verfügen die heutigen Rauch- und Gasmelder über ein optisches und akustisches Warnsignal, das sich einschaltet, sobald den Batterien der Saft ausgeht.

Messkammer und Selbsttestfunktion

Gute Geräte haben auf allen Seiten gleichmäßige Zugänge. Diese führen zu einer Kammer, in der der Rauch bzw. die Rauchentwicklung gemessen wird. Vor dieser Rauchkammer befindet sich außerdem eine Schutzvorrichtung, mit der verhindert wird, dass Schmutz und Insekten eindringen und das Gerät beschädigen. Maximal einen Durchmesser von 1,3 mm dürfen die Öffnungen in dieser Schutzvorrichtung aufweisen. Außerdem darf eine Selbsttestfunktion auf keinen Fall fehlen. Dabei handelt es sich in der Regel um einen Knopf, der bei Berührung anzeigt, ob das Gerät noch voll funktionstüchtig ist oder nicht.

Garantie und Montage

Der kleine Lebensretter sollte nicht schon nach einem Jahr den Geist aufgeben. Hersteller guter Rauch- und Gasmelder garantieren eine Lebensdauer von zwei bis fünf Jahren. Des Weiteren geben sie beim Kauf auch gleich das erforderliche Montagematerial mit. Optimal sind solche Modelle, deren Montage mit Klebe- oder Magnetsystemen durchgeführt werden. Diese ersparen uns das oftmals lästige Bohren sowie hässliche Rückstände, die wir später im Falle eines Umzugs beseitigen müssen.

Prüfsiegel

Wichtig ist auch, festzustellen, ob der Rauch- und Gasmelder über einen TÜV-Siegel verfügt. Ist dieser vorhanden, können wir davon ausgehen, dass das Gerät den deutschen Qualitätsmaßstäben entspricht. Auch solche mit VdS-Zertifizierungen weisen darauf hin, dass wir einen hochwertigen Rauch- und Gasmelder in unseren Händen halten. Doch Vorsicht! Mittlerweile finden immer wieder Geräte mit gefälschten Prüfsiegeln, meist aus dem asiatischen Raum, den Weg in den Handel. Sollten Sie sich beim Kauf unsicher fühlen, lassen Sie sich unbedingt beraten und Sie nehmen sich den Hersteller genau unter die Lupe.